eCl@ss IM EINSATZ BEI AT&S

GLOBALE KONSOLIDIERUNG DER ERSATZTEILE BEI AT&S - EINHEITLICHE UND MEHRSPRACHIGE MATERIALSTAMMDATEN IM ERP

"Der Einsatz von eCl@ss hat sich für uns in weniger als sieben Monaten gerechnet! Ein Jahr nach Projektstart hatten wir 43,75% weniger Ersatzteile, 20% weniger Kapitalbindung und 47% weniger Lieferanten."

 

 

AUSGANGSSITUATION

Die AT&S ist einer der weltweit führenden Produzenten technologisch hochwertiger Leiterplatten. In Hinblick auf die Verfügbarkeit der Produktionsanlagen spielt die Bereitstellung von Ersatzteilen sowie die Optimierung des Ersatzteilmanagements eine wichtige Rolle.

Neben dem Produktionszuwachs wurde auch eine große Zunahme der vorrätigen Ersatzteile bei gleichzeitig geringer Umschlagshäufigkeit verzeichnet. Dies führte zu einer hohen Kapitalbindung am Lager. Im August 2007 waren Ersatzteile im Wert von ca. 7 Millionen Euro bei einer Häufigkeit von 1,4 Umschlägen pro Jahr vorhanden. Im Vergleich dazu betrug der Wert der Produktionsmaterialien ca. 15 Millionen Euro bei durchschnittlich 13 Umschlägen pro Jahr. Hauptverursacher dieses Problems waren uneinheitliche Benennungen und die unterschiedliche Klassifikation der Ersatzteilbestände bei den verschiedenen Standorten des Unternehmens in Europa und Asien. Durch die schwierige Identifizierung vorhandener oder fehlender Ersatzteile war bei nicht rechtzeitiger Bereitstellung die Gefahr von Produktionsstillständen gegeben.

 

 

EINSATZ

Zur Konsolidierung der Ersatzteile wurde das Projekt SPICE (Spare Parts Inventory and Cost Enhancement) gestartet und die international tätige Paradine GmbH mit der Umsetzung beauftragt. Die Auswahl von eCl@ss als Klassifikationssystem erfolgte aufgrund der internationalen Verbreitung, der branchenübergreifenden Anwendbarkeit, der Mehrsprachigkeit (inkl. chinesisch) und der Verfügbarkeit von Produktbeschreibungen über Merkmalleisten und Merkmale. Vorhandene Ersatzteile wurden klassifiziert und auf Basis der eCl@ss-Merkmalleisten bewertet. Die Merkmalleisten wurden zuvor nach den Bedürfnissen von AT&S gekürzt bzw. firmenspezifisch erweitert. Zur Klassifikation wurden auch Lieferanten einbezogen. Nach der Klassifikation erfolgte die Identifikation und Bereinigung von Dubletten. Nicht mehr benötigte Materialien wurden veräußert, Ersatzteile bei Bedarf in andere Werke transferiert und das Ersatzteilportfolio harmonisiert.

Die auf Basis von eCl@ss erstellten Klassen und Merkmalleisten bilden die Grundlage der neuen Klassifikation im SAP-System.

 

 

FAZIT

Die Klassifikation der Ersatzteile sowie die Festlegung der bei AT&S benötigten Klassen und Merkmalleisten konnte bereits nach nur drei Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Im Anschluss wurden alle Bewertungen der Ersatzteile umgesetzt, Dubletten identifiziert und das Ersatzteilespektrum konsolidiert. Neben der Umsetzung des Projekts in englischer und deutscher Sprache wurde aufgrund von Anforderungen am Standort Shanghai auch die chinesische Sprachversion kurzfristig bereitgestellt. 12 Monate nach Ende der ersten Projektphase konnten bereits folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • 43,75 % weniger Ersatzteile
  • 20 % weniger Kapitalbindung für Ersatzteile
  • 47 % weniger Lieferanten

 

Die erfolgreiche Einführung von eCl@ss im Ersatzteilemanagement bei AT&S zeigt, dass nachhaltiger Nutzen sowie Kostensenkungen durch einheitliche und gut strukturierte Produktstammdaten ermöglicht werden.

Der Return on Investment für das Projekt wurde in weniger als sieben Monaten erreicht!

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