eCl@ss IM EINSATZ BEI SIEMENS

"Durch eCl@ss werden nachhaltige Einsparungen im Bereich Prozesskosten und Optimierungen in der Beschaffung erzielt."

 

 

AUSGANGSSITUATION

Mit dem Siemens E-Content-Classification-Portal wurde ein zentraler Produkt-Stammdatenserver für eine bereichsweit einheitliche und systemübergreifende Klassifikation sowie die Beschreibung von Produktstammdaten und Strukturen eingeführt.

Die Implementierung von eCl@ss hat 2009 parallel mit den ersten Schritten der Prozessharmonisierung innerhalb der zentralen SAP-Lösung in der Division für industrielle Energie-Applikationen sowie Öl & Gas begonnen. Jeder Standort hatte eigene Datenstrukturen und darauf angepasste Suchalgorithmen, was bei Produktverlagerungen zwischen einzelnen Werken zu Datenkonvertierungen führte. Viele Informationen waren nur in sekundären Datenquellen (Zeichnungen, Datenblätter, Kataloge etc.) zu finden. Die einzelnen Standorte hatten zum Teil eigene Alt-Klassifikationssysteme, die nach unterschiedlichen Kriterien aufgebaut waren. Eine standortübergreifende Suche in unterschiedlichen Systemen war nicht möglich.

 

 

EINSATZ

"Mit der eCl@ss-Klassifizierung leisten wir Grundlagenarbeit. Wir schaffen eine belastbare Basis, um Geschäftsprozesse – entlang des gesamten Produktlebenszyklus und in der Kommunikation mit unseren Kunden sowie Lieferanten – zu optimieren."


Die Verwendung des eCl@ss-Standards ermöglicht den elektronischen Produktdatenaustausch mit Lieferanten zur Übernahme von Katalogen und ebenso die Weitergabe der Daten an Kunden.

Das "Siemens E-Content-Classification-Portal" erfüllt dabei folgende Funktionen:

  • Zentraler Produktstammdatenserver zum Aufbau einer einheitlichen Klassifikationsstruktur auf Basis von eCl@ss
  • Einschränkungen der eCl@ss-Klassen auf die tatsächlich benötigten Klassen und bei Bedarf Erweiterung durch eigene Klassen
  • Aufbau und Pflege von klassenspezifischen Templates zur Festlegung der (unterschiedlichen) Beschreibungstiefe der Materialstammdaten für die Zielsysteme (SAP, Teamcenter)
  • Bereitstellung von Klassifikations- und Materialbeschreibungsinformationen für weitere Unternehmensanwendungen (z.B. Comos, TDM etc.)
  • Mehrsprachige Terminologie-Datenbank für Benennungskataloge und Wertelisten
  • Unterstützung zum automatisierten Upgrade auf höhere eCl@ss-Releases
  • Referenzsystem zur Übernahme der Katalogdaten von Lieferanten
  • Plattform zur Erfassung von Änderungs- und Erweiterungsanträgen für Klassifikation, Materialbeschreibung und Terminologie.

   

FAZIT

Durch die Implementierung von eCl@ss konnten Herausforderungen, wie beispielsweise die Reduzierung eines hohen standortspezifischen Pflegeaufwandes für Materialstammdaten, erfolgreich gemeistert werden. Die Vergleichbarkeit von Informationen mit einer standardisierten Interpretation und der Eindeutigkeit von Klassen und Merkmalsbenennungen waren weitere positive Resultate. Auch die Erhöhung der Produktdatenqualität und Transparenz der Daten hatten die Verringerung von Dubletten zur Folge. Mithilfe von eCl@ss konnten Prozesse vereinheitlicht werden und halfen bei der Verringerung des Aufwandes der standortübergreifenden Produktdokumentationen.

Durch langjährige Serviceverträge mit Kunden (bis zu 30 Jahren) ergibt sich durch die Einführung von eCl@ss somit ein hohes nachhaltiges Einsparungspotenzial.

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